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Herausgegeben von in Wissenswertes ·
Mudras bei Statuen
Die im Folgenden aufgezählten Mudras sind jene, die man immer wieder bei Buddha-Statuen, Bodhisattwa-, Guru- und Gottheiten Bildern wiederfindet.


Dharmachakra Mudra


Hier handelt es sich um zwei ineinandergelegte Jnana-Mudras, wobei Mittelfinger und Ringfinger der linken Hand den Daumen der rechten Hand ebenfalls berühren. Die Erklärung im Buddhismus lautet: Das Dharmachakra repräsentiert das Rad des Dharmas oder die Verbindung von Weisheit und Methode. Die drei verbleibenden Finger an jeder Hand bleiben gestreckt. Dabei repräsentiert der mittlere Finger der rechten Hand den, der zuhört. Der Ringfinger steht für den, der erkennt, der kleine Finger steht für das Mahayana (das große Fahrzeug, eine der beiden Hauptströmungen des Buddhismus). Die drei gestreckten Finger der linken Hand stehen für die drei Juwelen des Buddhismus, den Buddha, das Dharma und die, die ihm folgen.
Das Dharmachakra-Mudra wird immer vor dem Herzen gehalten. Dieses Mudra soll beim Aspiranten die Täuschung des begrenzenden Verstands durch die Weisheit der Wahrheit ersetzen.



Abhaya Mudra

Abhaya heißt übersetzt Furchtlosigkeit. Das Mudra symbolisiert Schutz, Frieden und die Auflösung der Furcht. Es wird mit der rechten Hand durchgeführt, die auf Schulterhöhe angehoben wird. Die Handfläche weist nach vorn, die Finger bleiben geschlossen und gestreckt. Das Mudra soll Eifersucht in Erfüllung transformieren.


Varada- und Vitarka Mudra

Das Varada Mudra symbolisiert Nächstenliebe, Mitgefühl und das Gewähren von Wünschen. Es wird immer mit der rechten Hand ausgeführt. Der, der es ausführt, hat sich entschlossen, der Menschheit auf ihrem Weg zur Erleuchtung zu helfen. Die fünf ausgestreckten Finger stehen für die fünf Charaktereigenschaften, die es zu kultivieren gilt: Wohlwollen, Moral, Geduld, Einsatz und meditative Konzentration. Das Varada Mudra transformiert Stolz zur Erkenntnis, dass unser aller Wesenskraft die gleiche ist.
Vitarka Mudra (Jnana Mudra) wird als Diskussionsgeste erklärt. Sie steht für die Lehre des Buddhas. Buddha selbst benutzte sie immer bei seinen Reden.


Dhiana Mudra

Das Dhiana Mudra kann mit einer Hand oder mit beiden Händen durchgeführt werden. Bei einer Hand wird die Linke in den Schoß gelegt, während die rechte jedes andere Mudra einnehmen kann. Rituelle Objekte wie z.B. Buch oder Schüssel können in die Hand gelegt werden. Das Dhiana Mudra ist die Geste der Meditation. Wenn mit beiden Händen durchgeführt, werden die Hände auf der Höhe des Bauches gehalten. Die rechte Hand wird über die linke gelegt, beide mit den Handflächen nach oben. Die Daumen können sich dabei an den Spitzen berühren und bilden damit ein mystisches Dreieck, dem von vielen esoterischen Sekten große Bedeutung zugesprochen wird, unter anderem soll es das mystische Feuer repräsentieren, das alle Unreinheiten verbrennt. Das Dhiana Mudra transformiert jede seelische Anhaftung in die klare Wahrnehmung.


Bhumisparsha Mudra

Bhumisparsha heißt übersetzt: die Erde berühren. In Kombination mit der linken Hand, die in der Position des Dhiana Mudra liegt, symbolisiert diese Haltung die Vereinigung von Samsara (die phänomenale Welt) und Nirwana (die allgegenwärtige Essenz des Daseins) oder die Vereinigung von relativer und absoluter Wahrheit.

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